Ausbildungs- und Prüfungsverordnung Notfallsanitäter

§ 10 Bestehen und Wiederholung der staatlichen Ergänzungsprüfung

Die staatliche Ergänzungsprüfung ist bestanden, wenn jeder der nach § 4 Absatz 3 vorgeschriebenen Prüfungsteile bestanden ist. Wer die staatliche Ergänzungsprüfung bestanden hat, erhält ein Zeugnis nach dem Muster der Anlage 7. Wer die staatliche Ergänzungsprüfung nicht bestanden hat, erhält von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses eine schriftliche Mitteilung. Die mündliche Prüfung und jedes Fallbeispiel der praktischen Prüfung können einmal wiederholt werden, wenn die Leistung des Prüflings nicht mit "bestanden" bewertet wurde. § 9 Absatz 4 Satz 1 und 2 gilt entsprechend. Die Dauer der zusätzlichen Ausbildung darf ein Drittel der Stunden nicht überschreiten, die für die weitere Ausbildung gemäß § 32 Absatz 2 Satz 2 des Notfallsanitätergesetzes vorgesehen sind. Die Wiederholungsprüfung ist innerhalb eines angemessenen Zeitraums durchzuführen, der von der zuständigen Behörde festgelegt wird. Er darf die Dauer von zwölf Monaten nicht überschreiten.

Begründung des Gesetzgebers zu § 10

"Die Regelungen zum Bestehen und Wiederholen der staatlichen Ergänzungsprüfung entsprechen gemäß § 9 weitgehend denen zur staatlichen Prüfung. Abweichende Regelungen ergeben sich aus den Besonderheiten der Ergänzungsprüfung.

Grundsätzlich wird bei der Ergänzungsprüfung auf eine Benotung der einzelnen Prüfungsleistungen verzichtet. Vielmehr ist ausschließlich das Bestehen der jeweiligen Themenbereiche oder Fallbeispiele entscheidend. Im Gegensatz zur staatlichen Prüfung, mit der den Prüflinge erstmals der Zugang zum Beruf eröffnet wird, dient die Ergänzungsprüfung lediglich dem Nachweis, dass die daran teilnehmenden Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten, bei denen es sich in der Regel um berufserfahrene Personen handelt, auch die Qualifikation als Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter erfüllen. Hierzu ist es ausreichend, die Ergänzungsprüfung zu bestehen."

Quelle: BR-Drucksache 728/13)